Heilung mietvertraglicher Kündigungen – Ein aktueller Fall in meiner Kanzlei in Wiesbaden

Der Vermieter kann einen Mietvertrag außerordentlich fristlos kündigen, wenn Mietrückstände in einer bestimmten Höhe aufgelaufen sind (§ 543 Absatz 2 Nummer 3 BGB). Allerdings wird die außerordentliche Kündigung unwirksam, wenn die Mietrückstände innerhalb von zwei Monaten nach Erhebung der Räumungsklagenachgezahlt werden („Schonfrist“, § 569 Absatz 3 Nummer 2 Satz 1 BGB). Möglich ist auch, dass sich eine öffentliche Stelle (regelmäßig das Sozialamt) zur Begleichung der Mietrückstände verpflichtet.

Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Möglichkeit zur „Heilung“ einer Kündigung durch Miet-Nachzahlung grundsätzlich nur für außerordentliche, nicht aber für ordentliche Kündigungen gilt (BGH-Urteil vom 16.02.2005, Aktenzeichen VIII ZR 6/04). Dies bedeutet, dass der Mieter seine Wohnung nach einer ordentlichen Kündigung auch dann fristgemäß (§ 573c BGB) räumen muss, wenn er die Mietrückstände innerhalb der Schonfrist beglichen hat.

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Meine Umstieg zur digitalen Rechtsanwaltskanzlei in Wiesbaden

Langsamer Umstieg zur digitalen Aktenbearbeitung – Mein Weg

Vor nunmehr 12 Monaten fing ich an, konsequent die gesamte Eingangspost einzuscannen und zusammen mit aktenbezogenen E-Mail Verkehr in der RA Micro E-Akte zu speichern. Ziel war es, eingehende Telefonate mit Mandanten und gegnerischen Kollegen direkt bearbeiten zu können, ohne erst zum Aktenschrank laufen zu müssen. Ebenso wollte ich als Rechtsanwalt in Wiesbaden bei Aktenablage weniger Papier ablegen müssen und im Falle einer Nachfrage zu einer alten Akte nicht mehr in meinen Keller laufen müssen.

Nach § 50 BRAO hat der Rechtsanwalt Handakten für die Dauer von 5 Jahren nach Beendigung des Auftrages aufzubewahren. Diese Verpflichtung erlischt jedoch bereits vorher, wenn der Rechtsanwalt den Auftraggeber auffordert, die Handakten in Empfang zu nehmen und der Auftraggeber nicht binnen 6 Monaten dieser Aufforderung nachgekommen ist.

Unter Handakten im Sinne dieser Bestimmung sind nur die Schriftstücke zu verstehen, die der Rechtsanwalt aus Anlass seiner beruflichen Tätigkeit von dem Auftraggeber oder für ihn erhalten hat, nicht aber der Briefwechsel zwischen dem Rechtsanwalt und seinem Auftraggeber und die Schriftstücke, die dieser bereits in Urschrift oder Abschrift erhalten hat. Entsprechendes gilt, soweit sich der Rechtsanwalt zum Führen von Handakten der elektronischen Datenverarbeitung bedient (§ 50 Abs. 2, 4 und 5 BRAO).

 

Meine Vorgehensweise:

Ich habe mich daher zunächst um eine mehrfache Sicherung der Kanzleidaten bemüht. Meine RA Micro Daten liegen auf einer Synology NAS mit 2 gespiegelten Festplattenlaufwerken. Diese Daten werden 3x die Woche automatisch auf eine zweite NAS gesichert. Die zweite NAS sichert die Daten 2x pro Woche auf eine Internetfestplatte der Firma Strato (Hidrive) und damit auf einen deutschen Server. Zusätzlich sichere ich 1x pro Woche manuell über das Internet auf eine weitere NAS bei mir zu Hause.

 

Meine Bilanz nach 12 Monaten:

Das konsequente Nutzen der RA Micro E Akte in Form einer 100 % Kopie der Papierakte führte zu einer großen Kosten und Zeitersparnis. Fast alle Mandanten wünschten unverschlüsselte Abschriften per Mail, die sich einfach per Mausklick aus der E-Akte realisieren lassen. Telefonate können sofort beantwortet werden. Am PC ist immer eine vollständige Akte aufrufbar. Egal ob es sich um eine laufende oder bereits abgelegte Akte handelt.

Anlagen zu Klagen lassen sich einfach per Mausklick ausdrucken oder bereits beim Schreiben einer Klageschrift als Anlage anfügen. Das mühselige Zusammensuchen und kopieren gehört der Vergangenheit hat.

 

Mein Techniktipp soweit:

Zunächst hatte ich mir einen günstigen Dokumentenscanner von Brother gekauft (ADS 2100). Dieser kann normale Eingangspost beidseitig in einem Arbeitsgang scannen. Ist die Post jedoch zu dick, oder vom Regen aufgeweicht, oder zu stark gefaltet, kommt es zu einem Mehrfacheinzug und zum Stau.

Ich habe mir nunmehr einen Kodak 2420 Scanner gekauft. Dieser schafft auch gemischte Dokumenten von verschiedenen Papiergrößen und Gewichten. Selbst dünnes „Butterbrotpapier“ im DIN A6 quer Format zwischen normalen geknickten DIN A4 Schreiben sind kein Problem.

Ebenso empfehle ich einen 27 Zoll Monitor mit einer Auflösung von 2540 x 1440. So lässt sich auf der einen Monitorhälfte die E-Akte darstellen und auf der zweiten Hälfte gleichzeitig die Textverarbeitung.

 

Der zweite Schritt in Richtung digital:

Im Moment führe ich in meiner Rechtsanwaltskanzlei in Wiesbaden parallel eine Papierakte und die vollständige digitale Kopie in der RA Micro E-Akte. Nachdem RA Micro ein neues Konzept eines mobilen Arbeitsplatzes entworfen hat, bei dem man sich E-Akte auf ein iPad übertragen kann habe ich jetzt die ersten Gerichtstermine als Anwalt mit dem ipad und ohne Papierakte in Wiesbaden wahr genommen. Dies klappte wirklich hervorragend. Da jedes Schriftstück eine eigene Datei mit einer Beschreibung ist, lassen sich Schriftsätze schneller finden als in der Papierakte.

Allerdings hatte ich zunächst ein iPad mini der 1. Generation genutzt. Hier lief der Start der App RA-Micro Go quälend langsam. Auch brauchte mal viel Geduld zwischen verschiedenen Akten zu wechseln. Daher kaufte ich mir nunmehr ein neues iPad Mini 4. Dieses ist wesentlich schneller und besitzt viel mehr Arbeitsspeicher. Jetzt läuft die App flüssig.

Schön ist es, dass ich als Rechtsanwalt auf dem iPad auch eine Akte aus dem Büro anfordern kann und der Bürorechner diese Akte nach Anforderung per Mail an das iPad (verschlüsselt) sendet. Was ich noch nicht hinbekommen habe, ist die Lieferung der Adressdatenbank an der iPad. Hier werde ich einmal bei der RA Micro Go App Hotline anrufen.

 

Ich habe jetzt vor, ein weitere Jahr parallel eine Papierakte zu führen obwohl ich jetzt Termine mit dem iPad wahrnehme. Sollte dieses Jahr ohne Probleme, Fehler, Abstürze laufen, so überlege ich mir als nächsten Schritt für 2017 nur noch die Rechtsanwalts Akten parallel auf Papier zu führen, bei denen es wichtige Anlagen gibt, die eventuell im Original vorgelegt werden müssen.

 

Neben der elektronischen Aktenführung bin ich auch auf den RA Micro Kalender + umgestiegen. Während der alte Kalender meiner Meinung nach nichts taugte, ist der neue RA Micro Kalender + top. Dieser lässt sich auch mit Google und Outlook Kalender synchronisieren und es lassen sich mehrere Kalender übereinanderlegen.

Gebe ich im RA Micro Kalender einen Termin ein, sehe ich diesen auch auf meinem Google Kalender auf dem Mobiltelefon. Ebenso wenn ich private Termine auf meinem Telefon in meinen privaten Google Kalender eingebe, habe ich diese auch in meinem RA Micro Kalender. So hatte ich mir das immer vorgestellt.

 

Probleme:

Probleme macht momentan eigentlich nur die RA Micro Word Schnittstelle. Diese stürzt 2-3x die Woche ab und Word muss beendet und neu gestartet werden. Die E-Akte läuft inzwischen ziemlich stabil.

Um ein gewisses Tempo bei der Arbeit zu haben, nutze ich einen PC mit Intel i3 4160 Prozessor, und einer schnellen SSD als Festplatte. Das ganze an einem Gigabit Netzwerk mit einer AVM Fritzbox als Router und GB switches.

 

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn, Wiesbaden

www.rechtsanwaltwiesbaden.com

Rechtsanwalt für Mietrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Scheidungsanwalt

 

 

 

 

Pflicht zur Räumung einer Mietwohnung nach Kündigung eines Mietvertrages aufgrund nicht bezahlter Mietkaution oder Zahlungsrückständen im Falle der Nachzahlung der Rückstände. Heilung der Kündigung, ja oder nein.

Eine kleine Zusammenfassung von Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn, Wiesbaden.

Es ist allgemein bekannt, dass eine außerordentliche Kündigung des Mietvertrages aufgrund von Mietrückständen oder Nichtzahlung der Mietkaution durch Nachzahlung einmalig geheilt werden kann.

Nicht bekannt ist allerdings, dass diese Heilungsmöglichkeit nicht für die zusätzlich ausgesprochene hilfsweise ordentliche, fristgerechte Kündigung des Mietvertrages gilt. Hier ist eine Beendigung des Mietvertrages mit der Pflicht der Räumung der Mietwohnung möglich. Hierauf möchte Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn aus Wiesbaden hinweisen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird durch die Zahlung innerhalb der Schonfrist gemäß § 569 III Nr. 2 S. 1 BGB nur die außerordentliche fristlose Kündigung unwirksam. Eine analoge Anwendung der Vorschrift auf die ordentliche Kündigung wegen Zahlungsverzuges kommt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht in Betracht (bspw. BGH, Urteil vom 16.02.2005 – VIII ZR 6/04). Dies bedeutet, selbst wenn der Mieter den Mietrückstand innerhalb der Schonfrist ausgleicht, muss er nach Ablauf der Frist der ordentlichen Kündigung (§ 573 I BGB) die Wohnung räumen.

Der BGH geht auch bei einem Mietrückstand aufgrund einer Mieterhöhung davon aus, dass § 569 Abs. 3 Nr. 3 BGB, der im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung des Mieters zur Zahlung einer erhöhten Miete eine Kündigung wegen Zahlungsverzugs nicht vor Ablauf von zwei Monaten nach Rechtskraft des Urteils erlaubt, dem nicht entgegen steht. Diese Vorschrift ist nämlich nicht auf ordentliche Kündigungen anwendbar. Die Vorschrift soll in bestimmten Fällen eine Obdachlosigkeit des Mieters infolge einer fristlosen Kündigung vermeiden. Wegen der bei einer ordentlichen Kündigung einzuhaltenden Kündigungsfrist besteht diese Gefahr jedenfalls nicht in gleichem Maße. Zudem hat der Gesetzgeber im Rahmen der Mietrechtsreform 2001 keine anderweitige Regelung getroffen, obwohl ihm die Problematik bekannt sein musste. (BGH, Urteil v. 10.10.2012, VIII ZR 107/12). Der BGH gab der Räumungsklage daher statt.

 

Dies gilt jedoch nicht uneingeschränkt. Gericht ziehen nunmehr den § 242 BGB – Treu und Glauben – herbei und lassen ausnahmsweise die Heilung zu wenn es im Hinblick auf außergewöhnliche Umstände ausnahmsweise geboten ist.

Eine solche Ausnahme kann in außergewöhnlichen Umstände auf Seiten des Jobcenters liegen. (BGH, Beschluss v. 17.2.2015, VIII ZR 236/14).

 

Einem Vermieter ist daher zu raten, zusätzlich zu einer fristgerechten Kündigung des Mietvertrages auch noch eine hilfsweise ordentliche Kündigung auszusprechen. So stellte das Landgericht Berlin mit Urteil vom 17.01.2014 ( Az.: 65 S 366/13) fest, dass der Mieter zwar die außerordentliche und fristlose Kündigung durch vollständige Befriedigung der Klägerin geheilt habe, er aber im laufenden Mietverhältnis mehrfach und andauernd Mietrückstände verursacht habe. Aufgrund dieses erheblichen Fehlverhaltens im Laufe des gesamten Mietverhältnisses könne sich der Mieter nicht darauf stützen, dass das Festhalten  an  der  ausgesprochenen ordentlichen Kündigung  rechtsmissbräuchlich  und  gemäß § 242 BGB mithin treuwidrig sei. Das Landgericht Berlin hat darauf abgestellt, dass allein der Umstand, dass der Beklagte binnen zwei Monaten nach Zugang der fristlosen Kündigung die vollständige Befriedigung der Klägerin herbeigeführt habe, sein vorheriges Verschulden nicht in einem milderen Licht erscheinen ließ.

 

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn aus Wiesbaden

Rechtsanwalt für Mietrecht in Wiesbaden

http://www.rechtsanwaltwiesbaden.com

 

 

 

 

Gründung einer Rechtsanwaltskanzlei, Tipps zu Software und Hardware – Musterkanzlei

 

Nachdem ich nach dem Examen eine Rechtsanwaltskanzlei gegründet hatte und diese zu einer Sozietät heranwuchs, machte ich mich 2010 nach Beendigung der Sozietät zum zweiten Male erfolgreich selbständig. Meine Tipps resultieren aus den gewonnenen Erfahrungen – inkl. Fehlkäufen – und stellen lediglich meine Meinung dar. Jeder mag für sich entscheiden.

 

  1. Software

Nachdem dem Test einer anderen (teuren) Rechtsanwaltssoftware bin ich beim Marktführer RA-Micro gelandet. Vorteile der Software sind ein hoher Funktionsumfang, große Funktionssicherheit ohne Datenverluste und der jederzeit verfügbare Support. Auch nachts oder am Wochenende.

Es mag sein, dass andere Software moderner und schneller ist, als die doch recht veraltete 32bit Architektur von RA Micro. Aber durch die Marktführerschaft lernen schon Auszubildende an deren Berufsschule mit RA Micro.

 

  1. Datenserver

Als Datenserver setzte ich eine Synology NAS mit 2 gespiegelten Festplatten ein. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass RA Micro nicht sehr viel CPU oder Arbeitsspeicher der NAS benötigt. Diese arbeitet lediglich als Fileserver. Eine DS215+ mit 2 gemächlich schnellen NAS Festplatten reicht aus.

 

  1. Datensicherung

Ich bevorzuge eine doppelte Sicherung. Einmal in der Kanzlei und einmal in der Internetcloud. Ich habe mir daher eine zweite Synology NAS angeschafft (DS 213j) . In der Software der NAS ist sehr einfach die Datensicherung auf eine zweite NAS einzustellen. Ich empfehle dafür in Youtube bei iDomix vorbeizuschauen. https://www.youtube.com/watch?v=Bnu75ITxwaA

 

Vorteil der Synology NAS ist es, dass im Appstore eine Hidrive App zur Datensicherung in der Strato Hidrive Cloud existiert. Das ganze ist super einfach und schnell eingerichtet. Bei mir sichert die NAS 1 auf die NAS 2 und diese in die Hidrive Internet Cloud. Fällt bei der NAS 1 eine Festplatte aus, kann aufgrund der Spiegelung der Laufwerke normal weiter gearbeitet werden. Es wird wenn Zeit ist, die defekte Festplatte ausgetauscht.

 

  1. PC

Ich war sehr überrascht, wie sehr sich die Ladezeit der E-Akte in RA Micro durch einen schnellen PC mit SSD anstatt normaler Festplatte verkürzt hat. Das ganze lädt rasend schnell. Ein Intel i3 4160 mit SSD reicht.

 

  1. Monitor

Der Trend geht zur elektronischen Akte. Dabei ist viel Platz auf dem Monitor hilfreich, wenn z.B. ein Schriftsatz mit den Informationen der elektronischen Akte angefertigt wird. Ein Monitor mit WQHD Auflösung ist dafür eine schöne Sache.

 

  1. Tastatur

Wer viel schreibt, legt Wert auf eine gute Tastatur. Billige Tastaturen arbeiten mit Folien oder Gummi unter den Tasten. Eine gute Tastatur auf der sich fehlerfrei und schnell tippen lässt, hat mechanische Tasten. Ich empfehle eine mit cherry brown wie z.B. die Qpad MK 80 die eine schöne Handgelenktauflage hat.

http://www.amazon.de/Qpad-3200-MK80-Gaming-Tastatur-Deutsch/dp/B0093XDITU/ref=pd_sim_sbs_147_1?ie=UTF8&refRID=0WVEGYYYTXMYVN13YXF2

 

  1. Telefonanlage

Zu ISDN Zeiten hatte ich mir eine Octopus Telefonanlage mit Systemtelefonen angeschafft. Diese arbeitet aber nicht 100 % mit einem IP Anschluss zusammen wenn es um Rufweiterleitung etc. geht. Heute würde ich als Telefonanlage nur noch die Fritzbox verwenden. Mit dieser kann man Anrufe einfach durchstellen, umleiten, umleiten wenn ein Parallelanruf erfolgt usw.

 

  1. Drucker / Fax / Kopierer

Nach einem Reinfall empfehle ich den Xerox WorkCentre 3225. Sind die Einzugsrollen verschlissen, so ist bei Xerox ein Austausch sehr kostengünstig und einfach zu handhaben. Bei einer anderen Firma kosteten die Einzugsrollen das 3-fache. Der 3225 hat im Vergleich zum 3215 den wesentlich massiveren und schnelleren Vorlageneinzug und kann auch duplex kopieren. Die Vorlage wird automatisch gewendet.

Als reinen Drucker arbeitet ich mit einem Kyocera Netzwerkdrucker ( P2135). Hier sind die Druckkosten äußerst gering.

 

  1. Diktat

Als Diktiergerät empfehle ein Philips mit Schiebeschalter. Die Handhabung ist mit dem teureren Schiebeschalter deutlich einfacher. Ich nutze den Vorgänger der DPM7200. Mit dem eigentlich sehr guten Olympus hat mein Schreibbüro Probleme, wenn ich den „Einfügen“ Modus nutze.

 

Größere Diktat und Mahnbescheide werden in einem RA Micro McWrite Schreibbüro geschrieben. RA Micro hat eine sehr gute Liste, die nicht mehr beworben wird.

http://www.ra-micro-online.de/content/raeschreibbueroliste.aspx

 

Für eilige, umkomplizierte Diktate nutze ich Dragon Dictate. Mit einem schnellen PC läuft das erstaunlich gut.

Kleinere Sachen tippe ich.

 

10. Scanner

Als Dokumentenscanner empfehle ich einen Kodak i2400, der einen sehr guten Vorlageneinzug besitzt.

 

11. Workflow

Ein paar Tipps:

Wenn Akten elektronisch geführt werden und Dokumente des Mandanten eingescannt werden, so kann in Word mit der rechten Maustaste ein Anlagenbezug zur einem Dokument in der E-Akte hergestellt werden. Eine Klage lässt sich daher auf diese Art direkt mit Anlagen ausdrucken.

Xerox installiert auch einen Faxdrucker. Damit lassen sich Dokumente aus der E-Akte oder direkt aus Word direkt als Fax versenden, ohne das diese vorher ausgedruckt werden müssen. Zusammen mit einer eingescannten Unterschrift ein schneller Weg, Abschriften etc. per Fax zu versenden.

Ebenfalls sehr zeitsparend ist es, eingescannte Eingangspost direkt aus der E-Akte per Mail an den Mandanten zu senden.

Außerdem arbeite ich mit Ablagefächern. Diese sind mit Postausgang, Faxausgang, zu den Akten, Abschrift Mdt / zda, Schredder beschriftet. Hier kann sortiert abgelegt werden. Gleiche Fächer sind im Sekretariat für eine Aushilfe, die genau weiß, was sie mit jedem Fach zu arbeiten hat.

 

12. Rufweiterleitung

Wenn ich unterwegs oder in einer Besprechung bin, leite ich Anruf an ein Callcenter weiter. Ich nutze www.calloffice.de .

 

 

 

Rechtsanwalt Hans-J Salzbrunn

Alfred-Schumann-Str. 6

65201 Wiesbaden

 

Windows 10 Test in der RA-Micro Rechtsanwaltskanzlei

Der Erwerb eines neue PC´s schuf in meiner Kanzlei Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn mit Sitz in Wiesbaden die Gelegenheit, neben dem bisherigen Arbeits-PC mit Windows 7, Windows 10 built 240 auf dem neuen PC zu installieren. So konnte Windows 10 vorab auf einem produktiven Computer mit RA Micro eingesetzt und getestet, sowie im Bedarfsfalls sofort auf den alten PC zurückgegriffen werden.
Windows 10 – Erster Eindruck
Windows 10 selbst macht zunächst einmal einen sehr guten Eindruck. Es lässt sich sehr einfach bedienen und ist eine echte Weiterentwicklung von Windows 7 und 8. Die Bedienung ist intuitiver als bei Windows 7 und enthält den App Store von Windows 8 mit vielen nützlichen Apps. Zu Windows gehört eine Mail App die Googlemail unterstützt, eine
Kalender App und vieles mehr. Windows 10 läuft in etwa so schnell wie Windows 7, obwohl es viel benutzerfreundlicher ist und besser aussieht.
Windows 10 hatte in dieser Woche keinerlei Abstürze. Auch RA Micro und Office 2013 ließen sich ohne Probleme installieren und nutzen.
Peripherie:
Die neueren Netzwerkdrucker liefen sofort unter Windows 10 ohne das ein Treiber installiert werden musste. Windows erkannte die Drucker automatisch bei der Installation. Nur ein sehr alter Ricoh Aficio 1515 wurden nicht automatisch erkannt. Hier musste ein Windows 7 64 bit Treiber per Hand installiert werden. Achtung: Für sehr alte Drucker für die es keinen 64bit Treiber gibt, könnte Windows 10 das „Aus“ bedeuten. Für meinen Ricoh 1515 gibt es keinen 64 bit Scan und Faxtreiber. Scannen und Faxen geht daher unter Windows 10 mit diesem Gerät nicht mehr. Es geht nur das Drucken, da es hierfür einen 64 bit Treiber gibt.
Befindet sich mein Kyocera P2135 Netzwerkdrucker im Ruhemodus dauert es länger als unter Windows 7 bis er aufgeweckt wird und den Druck startet.
Abstürze / Probleme?
In 5 Tagen täglicher Arbeit unter Windows 10 hatte ich folgende Probleme:
Ich ließ den Rechner über Nacht laufen. Nachdem Aufwecken morgens funktionierte es an 2 von 5 Tagen nicht, ein Schreiben direkt in die E-Akte einzuscannen, da der per USB angeschlossene Brother Dokumentenscanner nicht gefunden wurde. Es musste ein PC Neustart durchgeführt werden. Sodann ging es ohne Probleme.
1x stürze die E-Akte ab und RA Micro musste neu gestartet werden. Diese Häufigkeit hatte ich auch unter Windows 7. Ich arbeite sehr intensiv mit der E Akte. Die Akte werden seit 1.1.2015 komplett elektronisch und parallel auf Papier geführt.
Erst seit einem Update am 23.07.2015 lässt sich Starmoney 7 öffnen. Dieses läuft sehr gut und sicher. Alf-Banking ließ sich trotz angeblicher Windows 10 Kompatibilität nicht installieren.
Ansonsten läuft alles sehr gut. Mit RA Micro gehen auch Dinge wie Kontoauszüge per HBCI abholen und diese verbuchen.
Aufgrund der hohen Nutzerfreundlichkeit werde ich demnächst alle Arbeitsplätze auf Windows 10 umrüsten.
Zur Hardware allgemein:
RA Micro läuft bei mir auf einem Netzwerklaufwerk von Synology (NAS). Bei einem Zugriff auf die E-Akte lädt der Arbeitsplatz PC eine Access Datenbank von der NAS und verarbeitet diese. Erst dann öffnet sich die E-Akte. Dieser Prozess kann bei einem langsamen PC und einer großen Datenbank mit vielen Akten dauern. Trotz NAS und Gigabit Lan dauerte dies bei mir einige Sekunden. Auf dem neuen PC geht die gleiche Aktion rasent schnell, da der neue PC die Datenbank schneller verarbeitet. Ich arbeitet mit einem Intel i3 4170 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und einer SSD anstatt einer normalen Festplatte. Trotz der eher langsamen NAS ist das Arbeitstempo sehr hoch.
Anwalt Hans-Jürgen Salzbrunn
Alfred-Schumann-Str. 6
65201 Wiesbaden
Rechtsanwalt mit Sitz in Wiesbaden für Arbeitsrecht, Kündigung, Mietrecht, Verkehrsrecht, Verkehrsunfall und allgemeines Zivilrecht

Fehler die Rechtsanwälte machen (können)

Von Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn, Wiesbaden

Über mich:

1997, gleich nach dem 2. Staatsexamen habe ich meine 1. Rechtsanwaltskanzlei gegründet. Diese lief nach 5 Jahren so gut, dass neben einer Rechtsanwaltfachangestellten und einer Auszubildenden sogar ein 2. Rechtsanwalt angestellt werden musste, der später selbständiger Sozietätspartner wurde.
Nachdem diese Sozietät in die Brüche ging, zog ich 2010 aus den ehemals eigenen Räumlichkeiten aus und fing ein zweites Mal wieder fast bei null an. Nach nunmehr fünf Jahren ist es wieder soweit, dass die Kanzlei gute Gewinne abwirft und sehr erfolgreich agiert.

 

Mögliche Fehler die Rechtsanwälte machen (können)

1. Ich weiß und kann alles

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Musterkanzlei RA Micro – Mein Konzept als Rechtsanwalt und Einzelkämpfer

Mein (RA-Micro) Kanzlei Konzept – Kanzlei mit 1 Anwalt plus Aushilfe

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn – http://www.rechtsanwaltwiesbaden.com

Mein Ziel als Einzelanwalt mit Sitz in einem Vorort von Wiesbaden ist es, mit knapp 300 neuen Akten pro Jahr möglichst effektiv zu arbeiten, um in einer 37,5 Stundenwoche einen guten Gewinn (45 % vom Nettoumsatz) zu erwirtschaften. Dies ist mit meiner Kanzlei in Wiesbaden als Rechtsanwalt möglich. Hier mein Konzept:

RA Micro ist die führende Anwaltssoftware in Deutschland und verdient allein schon aus dem Gesichtspunkt der Zukunftssicherheit eine klare Empfehlung. Keine Anwaltssoftware ist so weit verbreitet wie RA Micro. Auch wenn es andere Software gibt, die sich vielleicht einfacher bedienen lässt, so bietet RA Micro mir als Rechtsanwalt doch die größte Sicherheit auch in der kleinen Rechtsanwaltskanzlei. Nach negativen Erfahrungen mit einem der anderen größeren Anbieter bin ich 2002 auf RA Micro umgestiegen. RA Micro ist nicht billig, aber seinen Preis absolut wert. Selbst wenn ich zwischenzeitliche Bedienkonzepte wie Kacheln ala Windows 8 abgelehnt habe.

Mein Konzept unterscheidet sich von der aktuellen RA Micro Musterkanzlei. Ich lege als Rechtsanwalt in Wiesbaden Wert auf günstige Kosten, extrem hohen Datensicherheit und effektive und zeitsparende Bearbeitung. Die RA Micro Musterkanzlei passt sich jeweils aktuellen Trends an und macht teilweise komplette 180 Grad Kehrtwendungen. Dem muss ich ja als Rechtsanwalt nicht folgen.

 

  1. Datenserver

RA Micro empfiehlt für kleine Kanzleien die Installation auf einem Windows Server oder dem Anwaltsarbeitsplatz. Ein Windows Server mit 2 Festplatten und Datenspiegelung kostet in etwa 1000 Euro aufwärts. Hierbei handelt es sich um einen PC an dem auch gearbeitet werden kann.

Nach meinem Geschmack ist diese Lösung für mich als Rechtsanwalt mit Sitz in Wiesbaden zu fehleranfällig. Ein PC mit Grafikkarte, Windows etc. hat deutlich mehr Komponenten, die Fehler hervorrufen können als ein Linux Server ohne Grafikkarte, Monitor etc. Windows ist anfälliger für Viren als Linux, benötigt Treiber und Updates etc.

Ich habe mich als Rechtsanwalt gemäß einer RA Micro Empfehlung von ca. 2007 für eine NAS von Synology (DS 710+) mit 2 Festplatten im RAID1 Verbund (aktuell WD Red) entschieden. Bei der NAS handelt es sich um einen Netzwerkdatenserver, der unter Linux mit 2 Festplatten läuft und auf denen die Daten doppelt (gespiegelt) abgelegt werden. Die NAS lässt sich im Webbrowser sehr einfach konfigurieren und erfordert keinerlei Wartung. Hier liegt das Verzeichnis „ra“ von RA Micro. Die NAS wird bei mir in Windows als Netzwerklaufwert „s“ von meinen Arbeitsplatz PC´s angesprochen.

Sowohl in meiner alten Kanzlei mit 4 Arbeitsplätzen als auch in meiner neuen Kanzlei kann flott hiermit gearbeitet werden. In den 4 Jahren in der alten Kanzlei (Qnap NAS) und in der aktuellen Kanzlei (ebenfalls seit 4 Jahren, Synology) gab es keinen einzigen Absturz.

Als 2014 eine Seagate Festplatte den Geist aufgab meldete sich die NAS mit einem Warnton. Nichts desto trotz konnte problemlos weiter gearbeitet werden. Ich habe dann die defekte Festplatte einfach ausgetauscht. Auch Rechtsanwälte sollten sich mit Computern auskennen.

 

2. Backup

Für die NAS von Synology oder Qnap gibt es Programme, die automatisch ein Backup in die Internetcloud laden. Ich mache eine automatische Datensicherung in die Amazon S3 Cloud. Hierbei kann man sich für verschiedene Serverstandorte von Amazon entscheiden. Ich habe mich für Frankfurt am Main entschieden, da ich meine vertraulichen Daten unter deutscher Gesetzgebung gesichert habe möchte. Die Datensicherung in der Internetcloud sorgt für ein automatisches Backup außerhalb der Kanzleiräume, so dass die Daten auch im Fall eines Einbruchs oder Feuers nicht verloren sind.

Zusätzlich mache ich in meiner Rechtsanwaltskanzlei noch ein tägliches Backup aller auf der NAS gespeicherten Daten auf eine USB Festplatte. Hierfür nutze ich das Programm Filefort. Im Gegensatz zu teuren Lösungen wie Paragon kann Filefort auch NAS Festplatten auf eine am PC angeschlossene USB Festplatte sichern. Paragon sieht zwar besser aus, hat diese entscheidende Funktion aber nicht.

 

  1. Drucker

Ich nutze als Rechtsanwalt in meiner Kanzlei nur netzwerkfähige Drucker, so dass im Bedarfsfalle jeder Arbeitsplatz jeden Drucker ansprechen. An meinem Arbeitsplatz habe ich einen Kyocera 1350 DN. Dieser ist schnell, ausgesprochen zuverlässig und hat sehr geringe Druckkosten. Es muss nur der Toner getauscht werden und nicht die teure Trommel.

Im Sekretariat steht ein Ricoh Aficio 1550. Dieser dient als Fax, Netzwerkdrucker und Netzwerkscanner sowie als leistungsstarker Kopierer. Zusätzlich steht auf einem Board bei mir am Arbeitsplatz noch ein Brother Faxgerät als Backup Fax.

In einem Nebenraum steht noch ein Brother WLAN Farblaserdrucker.

 

  1. PCS

Ich habe 2 „normale“ Windows PC´s von Atelco Computer als Arbeitsplatz PC´s. Mein Arbeitsplatz ist mit einer SSD Festplatte für höheres Tempo ausgerüstet. Ich arbeite unter Windows 7. Ein testweise auf einem dritten Backup PC installiertes Windows hat mich von der Bedienung nicht überzeugt. Insbesondere die Kackeln und das fehlende Startmenü mit einer Suchfunktion wurden vermisst. Insofern finde ich Windows 10 bislang recht vielversprechend.

 

  1. Scanner

Auf meinem Schreibtisch in der Rechtsanwaltskanzlei in Wiesbaden steht noch ein Brother ADS 2100 Scanner, mit dem kostengünstig die Eingangspost von mir eingescannt werden kann. Für diesen Scanner spricht sein günstiger Preis von aktuell 265 Euro, sowie die Möglichkeit direkt via Twain in die RA Micro E Akte scannen zu können. Bei Farbscans drücke ich die Taste „Scan to PC“ am Scanner und füge das Dokument manuell in die E-Akte ein. Die aus der E-Akte einen Farbscan zu starten habe ich nicht geschafft und ich hatte nicht die Zeit und Lust mich intensiver damit zu beschäftigen.

 

  1. Software

Eine gute Software spart Zeit und Nerven. Ich nutze in meiner Kanzlei mit Sitz in Wiesbaden RA-Micro und dort die alte ra7 Druckerschnittelle, um direkt einen Übersendungszettel für den Mandanten mit ausdrucken zu können. In der e-Akte werden alle Ein- und ausgehenden Schreiben nebst Anlage archiviert.

Da ich Outlook einfach nicht mag, nutze ich in der E-Akte von RA Micro die Funktion E-Brief um Textdokumente zu senden. E-Mails schreibe ich mittels Google Mail. Google Mail gefällt mir, da ich über Googlemail im Webbrowser auch meine Kanzlei E-Mail meiner eigenen Internetadresse abfragen und über diese senden kann.  Ich nutze also für die Kanzlei eine Mailadresse mit einer eigenen Domain und sende über diese eigene Domain mit googlemail. Nachdem die Rechtsanwaltskammer Zweibrücken ebenfalls eine Googlemail Adresse nutzt, (siehe Stellenmarkt) dürfte dem nichts entgegen stehen.

Daneben werden noch spezielle Softwareprogramm für Verbraucherinsolvenzen (Inso Manager) und Betreuungen (bt-professional) genutzt.

Da ich Outlook nicht mag, nutze ich den Google Kalender als Terminplaner. Dieser synchronisiert sich ohne das ich etwas einstellen oder starten müsste mit meinem Mobiltelefon (iPhone), meinem iPad und meinen Apple Computern zu Hause. Zusätzlich nutze ich noch einen Papierkalender für die Wiedervorlagen, indem ich zusätzlich nochmals die Termine eintrage. Ich finde es praktisch, mehrere Kalender zu dort anlegen zu können. Einen für das Büro, einen für privat und einen für die Termine im Sportverein. Auf meinem Mobiltelefon lasse ich mir alle Kalender in einer Kalender App anzeigen. Dies ist bei mir „easy Kalender“ auf dem iphone.

Für meine Buchhaltung rufe ich die Umsätze online per RA Micro ab und buche 2x pro Woche in RA Micro. Zusätzlich frage ich die Umsätze noch in Star Money Business ab. Über Star Money überweise ich auch Gelder. Die Buchhaltung wird 1x pro Monat per Mail an meinen Steuerberater übersandt, der zusätzlich auch per Post die Kontoauszüge und Belege erhält. Während ich als Rechtsanwalt in Wiesbaden sitze, hat der Steuerberater meines Vertrauens seinen Sitz in Dresden. Dank Internet und Post ist dies kein Problem.

 

  1. Aktenführung

Wiedervorlagen werden im Papierkalender eingetragen. Ich finde dies übersichtlicher und praktischer als mit dem RA Micro Kalender. Das Datum der Wiedervorlage kommt in der Akte noch auf das Aktenvorblatt. Außerdem wird die Akte mit einem Clips farblich mit dem Wiedervorlagemonat gekennzeichnet. Am Monatsende öffnet man die Aktenschubladen und schaut, dass von der Farbe des aktuellen Monats keine Akte mehr im Schrank hängt. So wird keine Akte für längere Zeit vergessen. Die farbliche Aktenkennzeichnung macht meine Aushilfe.

 

8.Sicherheit

Vorgeschriebene Dinge wie Feuerlöscher, Erste Hilfe Kasten etc. sind in meiner Kanzlei mit Sitz in Wiesbaden selbstverständlich. Für mich als Rechtsanwalt ist eine professionelle Alarmanlage mit Außen und Innensirene, Bewegungsmeldern, zeitgesteuerte Zugangsberechtigungen uvm. wichtig. Auch wenn sei eine Anlage in einer kleinen Kanzlei vielleicht 4.000,00 Euro kostet, so ist dies doch ein Klacks im Gegensatz zu dem Schaden, den ein Einbruch verursachen kann. In eine nicht gesicherte Kanzlei wird es irgendwann zumindest einen Einbruchsversuch geben.

 

  1. Mitarbeiter

Als kleine Kanzlei mit Kanzleisitz in Wiesbaden und rund 300 Akten im Jahr komme ich ohne feste Mitarbeiter aus. Lediglich Dinge wie Abschriften, Postausgang, Ablage und in die Akten heften,Wiedervorlagen heraussuchen usw. werden von einer freiberuflichen Aushilfe in ca. 3-4 Stunden pro Woche erledigt.

Diktate werden mit einem Philips Diktiergerät digital aufgezeichnet, per Mail versandt und von einer externen freiberuflichen Rechtsanwaltsfachangestellten getippt und mir als Word Dokument zurückgesandt. Während ich als Rechtsanwalt in Wiesbaden sitze, arbeitet diese in der Uckermark. Sie erledigt ebenfalls meine Mahnbescheide. Ich sende als pdf den Aktenausdruck von RA Micro und bekomme als pdf den zu unterzeichnenden Teil des Online Mahnantrages zurückgesandt. Ein toller Service für einen einzelnen Rechtsanwalt.

Ebenso werden Anrufe bei Abwesenheit von einem Call Center entgegen genommen. Ich gebe im einem Onlineformular nur meinen Abwesenheitsgrund ein und bekomme per e-mail und SMS die Anruferdaten und den Anrufgrund. Scherzanrufe werden mir nicht berechnet und ich werde über Anrufe die einfach auflegen auch nicht informiert. Ich kann dies nur im Web bei Abfrage des Anrufverlaufs erkennen.

 

  1. Zukunft

2015 habe ich angefangen, alle eingehende Post, sowie von Mandanten überreichte Unterlagen in der E-Akte einzuscannen. Als nächsten Schritt werde ich mir noch einen Windows Notebook anschaffen um über den RA Micro mobilen Arbeitsplatz alle E-Akten, Aktenkonten, Forderungskonten und Telefonnummern zu synchronisieren. So habe ich über diesen Notebook Zugriff auf meine kompletten Akten und kann im Krankheitsfalle eine Rufumleitung zu mir nach Hause schalten. Post könnte ich mir durch Freunde bringen lassen.

 

Wenn ich mir selbst mein Konzept betrachte stelle ich fest, dass ich versucht habe, alles doppelt zu haben, ohne dass ich hierfür wesentlich mehr Zeit investieren muss. Klar könnte ich Kontoauszüge auch in RA-Micro anschauen. Aber mir gefällt Star Money besser, da ich dort alle Konten ( also auch Privatkonten) mit einem Programm anschauen kann. Ich mache also einen Kontenrundruf mit Starmoney und mit RA Micro und buche RA-Micro.

Ich frage alle Mails in Googlemail ab, also auch meine privaten. Zusätzlich frage ich die geschäftlichen Mails auch in RA Micro ab um diese zur E-Akte zu speichern. Ich habe die Daten mehrfach gespeichtert, habe 3 Geräte zum drucken, 2 zum faxen und scannen.  Alles damit ich mich bei einem Ausfall nicht mit dem Ausfall beschäftigen muss, sondern zunächst meine Akten fertig bearbeiten kann. Ein EDV Problem wird dann bearbeitet, wenn Zeit hierfür ist.

 

Kontakt:

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn

info at rechtsanwalt-salzbrunn.de

 

 

 

Datensicherheit in der (kleinen) Anwaltskanzlei – Ein mögliches Konzept

Datensicherheit in der Anwaltskanzlei – Beispiel Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn, Wiesbaden

Während die laufenden Akten in einer Anwaltskanzlei wie Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn mit Sitz in Wiesbaden in der Regel in Papierform geführt werden, so werden Buchhaltung, Akten- und Forderungskonten aller Akten, wie z.B. Mahnverfahren und Inkasssoverfahren, sowie die Adressverwaltung meist durch spezielle Kanzleiprogramm für Rechtsanwälte verwaltet.

Diese Programme stellen für Rechtsanwälte eine enorme Arbeitserleichterung dar. Z.B. werden die Kosten eines außergerichtlichen Mahnschreibens automatisch ins Forderungskonto gebucht, so dass der nachfolgende Mahnbescheid sowie die Vollstreckung einfach und effektiv mit den richtigen Zahlen gestartet werden kann. Dies funktioniert immer dann sehr gut, wenn die Datensätze gut gepflegt und aktuell gehalten werden. Rechenfehler gehören daher in der modernen Anwaltskanzlei der Vergangenheit an.

Auch in einer kleinen Kanzlei werden schnell 600 laufende Akte und viele Tausend abgelegte Akten in der Software verwaltet. Umso schlimmer ist daher ein Verlust dieser Daten durch Hardwaredefekte, Einbruchdiebstahl oder ähnliches. Hier kann ein Verlust dieser Daten schnell existenzbedrohend werden. Umso wichtiger ist es daher, sich Gedanke für eine Datensicherung der laufenden und abgelegten Mandate zu machen.

Das Konzept der Kanzlei Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn in Wiesbaden sieht hierbei wie folgt aus:

  1. Datenserver

a. Hardware

Die Daten der Rechtsanwaltssoftware liegen nicht auf einem herkömmlichen PC. Ein solcher ist viel zu anfällig für Defekte, Viren etc. Daher dient eine NAS von Synology als Datenserver. In der NAS befinden sich 2 Festplatten, auf denen die Daten doppelt (gespiegelt) abgelegt werden. Tritt ein Defekt einer Festplatte ein, so kann ohne Unterbrechung mit der verbleibenden Festplatte weiter gearbeitet werden. Nach einem Austausch der defekten Festplatte, spiegelt diese wieder die verbleibende Festplatte, so dass die Daten wieder doppelt vorhanden sind.

Ein solcher Defekt mit Austausch einer Festplatte trat hier 3 Jahre nach Anschaffung dieser NAS ein und bereitete keinerlei Probleme oder Stress.

b. Backup

Eine gespiegelte Festplatte nutzt nichts im Falle eines Einbruchdiebstahls oder Feuers. Aus diesem Grund wird täglich nachts durch die NAS ein automatisches Backup in eine Internetcloud durchgeführt. Im Falle eines Einbruchs oder Feuers können die Daten via Internet auf eine neue NAS zurückgeschrieben werden. Synology unterstützt hierbei verschiedene Cloudanbieter.

 

  1. Arbeitsplatz PC

Einen Arbeitsplatz PC einzurichten mit Banking Software, HBCI Kartenleser, Office und Anwaltsprogramm dauert Zeit. Je kürzer diese Zeit bis zur Wiederherstellung der Daten im Falle eines Defektes ist, umso besser. Daher empfiehlt sich ein automatisches tägliches Backup auf den obigen Datenserver. Noch größere Sicherheit gibt ein RAID System mit 2 gespiegelten Festplatten. Aktuelle Virenscanner, ein Virusscan von E-Mails direkt bei dem Mailanbieter und die automatische Archivierung aller Mails mit Freitextsuche sind selbstverständlich.

 

  1. Räumlichkeiten

Neben dem Standort des Datenservers (wenig Staub, wenig Hitze und gute Lüftung) sind auch die Räumlichkeiten entsprechend einzurichten. Dazu gehören eine Alarmanlage mit Bewegungsmelder, Rauchmelder und ein vernünftiger Feuerlöscher.

 

Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Risiko eines Datenverlustes zu minimieren. Ein jeder mag selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Daten und seine hierauf aufbauende Existenz ist. Die Kosten der obigen Maßnahmen sind gering im Vergleich zu dem möglichen Schaden.

 

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn, Wiesbaden

Einlösung eines Schecks muss kein Anerkenntnis sein

Rechtsanwalt Hans-J. Salzbrunn weist auf ein Urteil des LG Zwickau hin, wonach die Einlösung eines Schecks einer haftenden Versicherung mit einem gekürzten Betrag nicht unbedingt als Einverständnis mit der Kürzung zu werden ist.

Schickt die Versicherung auf eine Schadenersatzforderung hin einen Scheck mit einem im Verhältnis zur Forderung gekürzten Betrag und erläutert in einem Begleitschreiben die Kürzung nur, erkennt der Geschädigte mit der Einlösung des Schecks nicht die Berechtigung der Kürzung an. |

LG Zwickau 6 S 103/13

Sanierungskosten in der WEG müssen alle zahlen

Alle Wohneigentümer müssen die Sanierungskosten von Gemeinschaftseigentum wie dem Keller in einem Mehrfamilienhaus gemeinsam zahlen . Das gilt auch für diejenigen, die sich die Renovierungen gar nicht leisten können. Dies urteilten die Richter des BGH Aktenzeichen V ZR 9/14.  Sollten Sie hierzu fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Rechtsanwalt Salzbrunn in Wiesbaden.

Die Richter gaben damit der Eigentümerin einer  sanierungsbedürftigen Kellerwohnung recht. „Wichtige Sanierungen müssen alle zahlen“, sagte die Vorsitzende BGH-Richterin Christina Stresemann. Der Senat ging sogar noch einen Schritt weiter: Danach machen sich Eigentümer schadenersatzpflichtig, wenn sie dringende Renovierungen verhindern. Eine „Opfergrenze“ gibt es nicht.